Was passiert mit Struppi, wenn er gestorben ist?

Früher oder später kommt der traurige Tag an dem das geliebte Haustier stirbt. Da sich viele erst dann mit dem Thema Tod beschäftigen, stehen sie plötzlich vor der Frage, wohin mit dem toten Tier.
In Deutschland gibt es hierfür verschiedene Möglichkeiten. Sie können Ihr Tier beispielsweise beim Tierarzt lassen. Das ist zwar relativ aufwandsfrei aber mit Kosten und einer doch eher ekligen Entsorgung verbunden. So verlangt ein Arzt mindestens €30 (für einen großen Hund schon €70) für die spätere Übergabe des Tieres an die Abdeckerei, die die Tierkörperverwertung übernimmt. Das Tier landet zusammen mit vielen anderen Tieren und tierischen Abfällen zunächst in einem großen Sammelcontainer einer Art Müllwagen. In der Tierkörperverwertungsanlage werden diese Tierkörper, in Fachkreisen nur noch als  tierische Nebenprodukte bezeichnet, dann bei etwa 130°C zu einem dicken Brei eingekocht. Aus diesem wird später z.B. Leim oder Treibstoff hergestellt.
Für viele Tierliebhaber dürfte diese Methode nicht in Frage kommen. Bis zu einer sogenannten Schaflammgröße dürfen Sie Ihr Tier auch auf dem eigenen Grundstück begraben. Dafür gibt es bestimmte Auflagen: Das Tier muss mindestens 50 cm mit Erde bedeckt sein, es muss mindestens  1-2m von öffentlichen Wegen entfernt begraben werden und das Grundstück darf  nicht in einem Wasserschutzgebiet befinden. Nähere Informationen erhalten Sie bei Ihrer Kommune. Bitte beachten Sie, dass bei Nichteinhaltung der Auflagen empfindliche Geldstrafen drohen können.  
Oftmals ist in Haustierforen zu lesen, dass es sehr beliebt ist und als sehr liebevoll erlebt wird, wenn das Tier in seine Lieblingsdecke gewickelt begraben wird. Es gibt aber auch verschiedene Anbieter, bei denen Sie einen Karton- oder Holzsarg erwerben können (u.a. auch hier bei Trösterchen).
Alternativ gibt es mittlerweile vielerorts Tierfriedhöfe und Tierbestatter. Der Vorteil hierbei ist, dass der Bestatter alle nötigen Schritte einleiten und Sie betreuen wird. Sie erhalten ein Rundumpaket, dass allerdings auch seinen Preis hat.
Sie können zwischen Sarg und Urnenbestattung wählen. Sie können sich die Asche des Tieres auch zurückkommen lassen. Diese können Sie im Garten bestatten oder auch anderorts aufbewahren.
In anderen Ländern ist der sogenannte Friedwald auch für Tierbestattungen sehr beliebt. Die Asche des Tieres wird in den Wurzeln eines ausgewählten Baumes beigesetzt. Es gibt auch ein Verfahren, bei dem Sie sich die Asche zu einem Diamanten pressen lassen. Manche Tierbesitzer lassen diesen dann einfassen und tragen ihn als Kette.
Zu guterletzt gibt es noch den Tierpräparator, der Ihr Tier ausstopft und versucht, es lebensecht wieder herzurichten.

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